Wenn es Winter wird

Der See hat eine Haut bekommen,
so dass man fast drauf gehen kann,
und kommt ein grosser Fisch geschwommen,
so stösst er mit der Nase an.

Und nimmst du einen Kieselstein
und wirfst du ihn rauf, so macht es klirr
und titscher – titscher – titscher – dirr …
Heißa, du lustiger Kieselstein!

Er zwitschert wie ein Vögelein
und tut als wie ein Schwäblein fliegen –
doch endlich bleibt mein Kieselstein
ganz weit, ganz weit auf dem See draussen liegen.

Da kommen die Fische haufenweis
und schaun durch das klare Fenster von Eis
und denken, der Stein wär etwas zum Essen:
doch so sehr sie die Nasen ans Eis auch pressen,
das Eis ist zu dick, das Eis ist zu alt,
sie machen sich nur die Nasen kalt.

Aber bald, aber bald
werden wie selbst auf eigenen Sohlen
hinaus gehen können und den Stein wiederholen.

Christian Morgenstern

Während im Süden Deutschlands der Schnee schon größtenteils weggeschmolzen ist, ist nun der Norden von einer weißen Schicht überzogen.

Im Beitrag „Advent – ein Abenteuer!“ sprachen wir schon über den Zustand der Erde zu dieser Zeit:

In der Adventszeit befindet wir uns hier in unseren Breitengraden in der Zeit der sogenannten Wintersonnenwende. Kurz vor Weihnachten ist der Moment der längsten Nacht, der Wintersonnenwende. Anthroposophisch betrachtet ist die Erde ebenso ein Organismus wie andere Lebewesen und geht während eines Jahres durch einen großes Atemprozess.

Im Sommer, zu Johanni, zur Sommersonnenwende, ist der Zustand der Erde vergleichbar mit einem Menschen, der restlos ausgeatmet hat, sich und sein Inneres ganz hingeströmt hat in das Außen. Kurz drauf beginnt der Einatmungsprozess und zur Adventszeit hält die Erde quasi den Atem ganz bei sich. Wir können das in der Betrachtung der Natur erleben. Wie anders zeigt sich diese in den dunklen Herbst- und Wintermonaten. Wie fern scheint die Fülle und das Hingeben des Sommers zu sein. Schaut man von Hügeln hinab auf die Wälder ins Tal, dann wirkt es gleichsam, als würde alles etwas schwerer auf der Erde lasten, etwas tiefer liegen.

Wir Menschen sind geneigt, mit dem Ein- und Ausatmungsprozess der Erde mitzugehen. Im Sommer sind wir draußen, sind mehr im Außen als im Innen. Im Winter findet Einkehr statt, wir machen es uns Zuhause gemütlich, ziehen uns in unseren kleinen Kreis zurück. Was im Sommer im Gemüt oftmals leicht und vibrierend erlebt werden konnte, neigt dazu, in der dunklen Zeit zu einer Schwere zu werden. Wir stehen zwischen den Jahren, ein ganzes Jahr liegt hinter uns. Vor uns liegt das Weihnachtsfest, die 12 Heiligen Nächte und nach Silvester ein neues Jahr.

Auf der Nordhalbkugel begann dieser Winter am 21. Dezember, der Wintersonnenwende. Mit dem Winter verbinden wir Kälte und Dunkelheit. Die Tage sind kurz und die Sonnenstrahlen fallen nur schräg auf die Erde. Das Wasser in Flüssen und Seen gefriert, Schnee deckt die Erde zu und viele Tiere halten Winterschlaf oder fliegen in wärmere Gebiete. Dabei ist es so, dass jeder Tag im Winter ein wenig länger als der vorige ist. Die Erde erwacht mit jedem Tag ein bisschen mehr. In den Städten ist dies schwieriger zu beobachten, da dort meist alles einfach grau ist. Ist man jedoch draußen unterwegs in der freien Natur, in Wald und Wiesen, dann ist dieses feine Erwachen durchaus zu spüren.

 

Im Winter feiernder nicht wenige Feste. Da gibt es das Weihnachtsfest, die Raunächte, Silvester und Neujahr, das Fest der 3 Heiligen Könige und natürlich Fasching.

Um Fasching wird es in unserem nächsten Blogpost gehen.

Winter im Waldorfshop

Auf unseren Social Media Kanälen und mit unserem Newsletter begleiten wir euch mit schönen Bildern, Ideen und Anregungen durch die Jahreszeiten. Für den Winter gibt es bei Youtube ein wunderschönes Winterlied und ein Fingerspiel.

 

 

 

Auf Instagram zeigen wir euch, wie ihr ein Schlittenkind und ein Schneeglöckchen basteln könnt und im letzten Newsletter drehte sich alles um das Faschingsfest mit Ideen für Verkleidungen und Spiele, einem Rezept für Faschingskrapfen und einer Bastelanleitung.

Im Waldorfshop haben wir Bücher, Postkarten und wunderschöne Dinge für die Gestaltung des Jahreszeitentisches.

Postkartenset: „Winter“ von Marie Viriot

10 wunderschöne, winterliche Postkarten für den Jahreszeitentisch, zum Versenden, zum Sammeln oder einfach nur zum Träumen. 

Dazu passen wunderbar unsere Kartenständer aus Lindenholz in Blautönen.

Jahreszeitentücher „Winter“ aus Wolle

Die drei Tücher (75 x 75 cm) in kühlen Winterfarben aus pflanzengefärbter Bioland-Wolle eignen sich hervorragend für das kreative, jahreszeitliche Dekorieren.

Wir führen auch ein Spieltuchset Winter mit drei Tüchern (55 x 55 cm) in Winterfarben aus 100 % pflanzengefärbter Seide.

Buch: In einer weißen Winternacht

Jean E. Pendziwol und Isabelle Arsenault erzählen in Worten und Bildern eine zärtliche Gute-Nacht-Geschichte, die so wunderbar ist wie ein Traum.

 

Nun wünschen wir euch einen wundervollen Winter mit vielen wärmenden und inspirierenden Erlebnissen zu Hause und in der Natur!

 

Alles Liebe – euer Team vom Waldorfshop

 

 

 

 

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