Aktuell wird das Thema Retouren medial viel diskutiert. Als Versandhändler sind auch wir bei Waldorfshop mit diesem Thema konfrontiert.

Die Gründe für Retouren sind vielfältig: Kunden haben nicht die Möglichkeit, die Produkte haptisch zu erfahren. Mal ist ein Produkt nicht in Ordnung, ein andermal kommt es nicht rechtzeitig an.

Letztes Jahr öffnete die Nachricht, dass der größte Versandhändler in Deutschland jeden Tag Neuware im Wert von über 10.000 € vernichtet, das Bewusstsein für das Thema Retouren und mündete darin, dass die Politik derzeit einen Gesetzentwurf diskutiert, der die Vernichtung von Neuwaren verbieten soll.

Wie gehen wir bei Waldorfshop mit diesem Thema um?

Aus anthroposophischer Sicht sollten nur Dinge in die Welt kommen, die auch benötigt werden. So produziert zum Beispiel die Firma Dutschke-Leuchten keine Lampen auf Vorrat, sondern fertigt nur auf Bestellung. Als Händler wagt Waldorfshop hier einen Spagat zwischen den Kundenwünschen nach einer schnellen Lieferung auf der einen Seite und dem tiefen Bedürfnis, der anthroposophischen Idee zu folgen, auf der anderen Seite. Bei Waldorfshop verschreiben wir uns daher dem Grundsatz, dass ein Produkt, dass in die Welt gekommen ist, nicht sinnlos entstanden sein darf.

Somit stellt sich bei uns nicht die Frage, ob es wirtschaftlich ist, ein Produkt aufzuarbeiten oder wieder einzulagern. Es ist für uns selbstverständlich. Vielmehr fragen wir uns, wie wir die Retouren vermeiden können, die von unseren Kunden zurückkommen und was wir mit den Retouren tun können, die einem neuwertigen Zustand nicht mehr entsprechen.
Oft bekommen wir Retouren, die minimale Beschädigungen aufweisen: Ein Decor Baumhaus, dem eine Schraube fehlt, ein Grimm’s Regenbogen, der eine Maserung von einem Astloch aufweist oder ein Geschirr-Set, bei dem einer der Teller eine Beule hat…
In einem solchen Fall möchten wir unseren Kunden künftig anbieten, aktiv auf uns zuzukommen und uns direkt anzusprechen. Oftmals lassen sich gemeinsam gute Alternativen zu einer Retoure finden.

Denn eine Schraube aus dem Baumarkt nebenan, die Erklärung, dass ein Naturprodukt nicht ohne kleine Individualitäten auskommt oder ein Nachlass auf ein Geschirr-Set bei dem weitere 23 Teile in Ordnung sind, können oftmals eine sinnvollere Lösung bieten.

Oft ist der Retourenschein der einfachste und schnellste Weg. Nur verhindert er aber leider auch den Kontakt zwischen unseren Kunden und uns als Händler.

Selbstverständlich wollen und werden wir unseren Kunden immer die Möglichkeit offen lassen, Artikel, die nicht seinen Erwartungen entsprechen, auch wieder an uns zurückzusenden. Daher müssen wir uns als Händler allerdings die Frage stellen, was mit den Artikeln geschehen soll die vielleicht nur zu 80-90% in Ordnung sind.

In der Vergangenheit haben wir Artikel, die beispielsweise eine beschädigte Verpackung aufwiesen, Kindergärten, Schulen oder sozialen Einrichtungen gespendet. Auch in Zukunft werden wir dies tun. Wir freuen uns über jede Anfrage an: spenden@waldorfshop.eu

Leider ist der Spendenprozess oft sehr aufwendig. Darüber hinaus ist auch in den Einrichtungen leicht beschädigte Ware häufig nicht gewünscht. Das hat zur Folge, dass sich immer wieder Artikel bei uns ansammeln, die nicht bespielt werden. Wir wollen daher eine neue zusätzliche Initiative starten und diese Artikel unter dem #2good2waste auf unseren Social Media Accounts verlosen und auch andere Händler und Hersteller dazu animieren, es uns gleich zu tun.

Folgt uns also gerne auf unseren Social Media Kanälen, auf Facebook und Instagram, wenn ihr Interesse an unserer zweiten Ware habt. Mit Bildern und Videos werden wir Euch den Zustand der Produkte vorstellen, sodass ihr selbst entscheiden könnt, ob und für welches Produkt ihr an unseren Gewinnspielen teilnehmen wollt.